Positiv und aufmerksam lässt sich die Atmosphäre beschreiben, in der fast einhundert Personen am 2. Juni in der Clubhausgaststätte des FC Germania den Rückblick und Ausblick der Bruchsaler Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick verfolgten. Die Erwartungen wurden voll erfüllt: in ihrer einstündigen, frei gehaltenen Rede reflektierte die Oberbürgermeisterin über zahlreiche Projekte, die sie in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht hat. Die 53-jährige Juristin bekannte „Mein ganzes persönliches Leben ist geprägt von meiner Arbeit und durch viele Projekte in und für Bruchsal. Gerne möchte ich mich auch weiterhin den vielfältigen Aufgaben in unserer Stadt stellen und Gelegenheiten nutzen, um für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt Bruchsal Gutes zu erreichen.“

In ihren Ausführungen erläuterte sie, welche Dynamik beispielsweise das Thema „Wohnen und Stadtentwicklung“ in den letzten Jahren bekommen hat. Die Realisierung von Geschosswohnungsbau, wie an der Bertha-Kempf-Straße in Untergrombach, sei vorbildlich für weitere kleinräumige Entwicklungen. Solche ließen sich beispielsweise im Oberdorf realisieren, wo mit der Sanierung der Michaelsbergschule und den Umbaumaßnahmen der Kirchengemeinde im ehemaligen Jugendhaus bereits gute Wege beschritten wurden. Ein wichtiges Anliegen von Cornelia Petzold-Schicks ist neben der Realisierung weiteren Wohnraums auch eine Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten in den unterschiedlichen Quartieren. Gerade in zunehmend digitalen Zeiten käme es ihr darauf an, Menschen real und persönlich zusammenzubringen.

„Bruchsal 4.0“ menschlich zu gestalten sei eine der großen Herausforderungen in den kommenden Jahren. Der Arbeitsmarkt in Bruchsal habe sich in den letzten Jahren gut entwickelt, jetzt gelte es mit den knappen Ressourcen an möglichen Gewerbeflächen sinnvoll umzugehen und eine kluge, strategische Politik zu betreiben, die sich zunächst an den Bestandsunternehmen orientiere.

Große Herausforderungen zeigen sich auch in der Verkehrspolitik. „Ein wichtiges Ziel ist die Umgestaltung des Bahnhofsbereichs in Bruchsal mit einem Busbahnhof, einem Parkhaus und bewirtschafteten Radabstellmöglichkeiten, die optimale Umsteigebeziehungen und kluge Verkehrskonzepte ermöglichen“, so Petzold-Schick. Als Ziel nannte sie eine Steigerung des Radverkehrs sowie eine Verbesserung der Sicherheit durch optimierte Beleuchtung im Bahnhofsbereich.

Im Bereich „Bildung, Betreuung, Bewegung“ hat Bruchsal in den vergangenen acht Jahren sichtbare Fortschritte gemacht. Alle weiterführenden Schularten befinden sich hier, ein flexibles und verlässliches Schulkind- und Ferienbetreuungskonzept sei gemeinsam mit dem Gemeinderat auf den Weg gebracht worden. Die Möglichkeit zur Ganztagsbetreuung besteht an jeder weiterführenden Schulart und im Bereich der Kleinkindbetreuung konnte die Quote an Betreuungsplätzen bedarfsgerecht auf 40 Prozent gesteigert werden. Mit flexiblen Konzepten würden auch kurzfristige Engpässe, wie sie im nächsten Kindergartenjahr in Untergrombach auftreten, im Interesse der Kinder und Eltern gelöst werden. Mit dem geplanten Neubau einer weiteren Sporthalle in der Kernstadt und der angedachten Neukonzeption der Vereinsjugendförderung seien erste Schritte getan, damit die Bürgerschaft „in Bewegung kommt“, führte die Oberbürgermeisterin weiter aus.

Das große ehrenamtliche Engagement beim Naturschutz in Untergrombach wurde von der Oberbürgermeisterin sehr gewürdigt. Hier gelte es in Zukunft noch mehr Potentiale zu nutzen, um eine lebenswerte Umwelt zu erhalten. Als Beispiel nannte sie die gelungene Neugestaltung des Untergrombacher Baggerseeufers.

Einen wichtigen Stellenwert räumte Cornelia Petzold-Schick dem Bereich „Kultur und Zusammenleben“ ein. Nicht nur die Heimattage Baden-Württemberg hätten gezeigt, wie wichtig solche Anlässe der Begegnung und es Austauschs wären. Mit unterschiedlichsten Projekten die Menschen anzusprechen sei ihr auch künftig ein Herzensanliegen. Beispielhaft nannte sie die lebendige Partnerschaft zwischen Untergrombach und Ste.-Marie-aux-Mines, die ihren wichtigen Teil zu einem gelingenden Zusammenleben in Europa beitragen.

Cornelia Petzold-Schick betonte, dass sie in einer zweiten Amtszeit als Bruchsaler Oberbürgermeisterin weiterhin Menschen miteinander vernetzen und Nähe schaffen wolle, die das Gemeinwesen in Bruchsal fördere. Dies brachte ihr großen Applaus der Zuhörerinnen und Zuhörer aus den unterschiedlichsten Parteien, Vereinen und gesellschaftlichen Initiativen.

Bei der folgenden angeregten Fragerunde wurden unterschiedlichste Themen wie die Sprachförderung von Migranten, eine mögliche Verkehrsüberwachung, das Aufstellen von Fahrradboxen und Ideen zur künftigen grüneren Gestaltung von Außenanlagen von der Amtsinhaberin fundiert und engagiert beantwortet. Am Ende warb der Untergrombacher Ortsvorsteher Karl Mangei, leidenschaftlich für eine hohe Wahlbeteiligung bei der Oberbürgermeisterwahl am 9. Juli und plädierte für weitere acht Jahre „mit einer hervorragenden Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick“.

Sie möchten Cornelia Petzold-Schick persönlich treffen? Kommen Sie zu einem der weiteren Termine:

13. Juni, 19 Uhr, Musikerheim, Obergrombach

14 Juni, 19 Uhr, Restaurant Ritter, Büchenau

20 Juni, 20.30 Uhr, Restaurant Bundschuh, Untergrombach

21 Juni, 20 Uhr, Rockfabrik Bruchsal